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Doppel-Tore für XXL-Hallenzufahrt

18,75 Meter lang, 4 Meter hoch, 2,55 breit. So groß können Brummis sein – und oft sind sie es auch. Naheliegend, dass auch Hallen und Lager, die von den Trucks angesteuert werden, Größe brauchen. Ein junges Beispiel ist der im Sommer 2012 fertig gestellte Truckport der Elvis AG in Knüllwald, direkt an der A7. Hier sind auch die Zufahrten XXL: Bei 15 Metern Breite und fünf Metern Höhe fahren hier selbst die Riesen der Landstraße bequem ein und aus. Damit sich die Zufahrten mit Rolltoren schließen lassen, entwickelte Teckentrup (Verl) eine spezielle Doppeltor-Konstruktion. Der Clou ist der bewegliche Mittelpfosten.

XXL-Tor mit verschiebbarem Mittelpfosten
Doppel-Tor...
XXL-Tor mit verschiebbarem Mittelpfosten
...mit verschiebbarem Mittelpfosten

Effizient und schnell, auch bei kleinen Ladevolumen – das war das Ziel der Elvis Teilladungssystem GmbH, als sie die neue Umschlaghalle plante. Es sollte nicht nur palettenweise, sondern auch in kleineren Teilladungen umgeladen werden können. Zugleich galt es, die Ladefähigkeiten der LKW optimal zu nutzen. Entstanden ist eine 10.000-Quadratmeter-Halle mit je zwei Ein- und Ausfahrten, in denen die Brummis einfach herein- und hinausfahren.

Ideal ist zudem der zentrale Standort südlich von Kassel an der A7. München, Köln, Hamburg, Berlin – kaum ein wichtiges Ziel, das weiter als 400 Kilometer entfernt ist. Zum „Fernfahrer-Liebling“ wird der moderne, sogenannte „Hub“ auch durch seine auf den Schwerverkehr ausgerichtete Dimension. Viel Platz in der Halle ermöglicht kurze Ladezeiten, extrem breite Ein- und Ausfahrten ersparen mühsames Rangieren.

Wie ein Bienenstock bei Nacht

Nachts wird die Umschlagshalle zum Dreh und Angelpunkt für den Warentausch – ein surrender Bienenstock. Aus allen Himmelsrichtungen fahren 70 bis 75 LKW durch die Großöffnungen. Sofort kommen Gabelstapler heran, laden ab, laden auf – und schon geht es wieder auf die Piste, mit neuer Ware und neuen Zielen. 700 bis 800 Tonnen werden so Nacht für Nacht bewegt. Noch ist Luft nach oben: Die Kapazitätsgrenze liegt bei 200 LKW, ein Ausbau auf dem derzeitigen Grundstück lässt sogar eine Verdreifachung der Menge möglich.

XXL-Zufahrten für XXL-Brummis

Damit Ein- und Ausfahrten zum Hub kein Hindernis darstellen, wurden sie in Übergröße geplant: 15 Meter breit, knapp fünf Meter hoch. Für die Tore musste eine Speziallösung her. Dieser Herausforderung nahm sich der Tür- und Torspezialist Teckentrup (Verl) an. Die Grundidee: Trotz der extremen Breite sollten es Rolltore sein. Die Lösung: Zwei nebeneinander laufende Tore, bei denen ein Mittelpfosten die seitliche Führung übernimmt – und der sich bei hochgefahrenen Toren einfach zur Seite schieben lässt. In die insgesamt vier Hallenzufahrten wurden acht Rolltore (ThermoTeck) mit Aufsteckantrieb eingebaut – zwei je Öffnung. Für Stabilität und Führung sorgt der rund 50 Zentimeter breite Mittelpfosten aus verzinktem Stahl. Oben ist er an eine Laufschiene gekoppelt, über die er sich an die Seite schieben lässt.

Sicherheit ist dabei jederzeit gewährleistet: Um den Pfosten zu verschieben, muss er zunächst entriegelt werden; umgekehrt lassen sich die Tore nur bewegen, wenn der Mittelpfosten arretiert ist. Da sie auf Augenhöhe verglast sind, ist auch zu sehen, was auf der anderen Seite gerade passiert.

verschiebbarer Mittelpfosten
Entriegelung des Mittelpfosten
verschiebbarer Mittelpfosten
Mittelpfosten konstruktiv entkoppelt
verschiebbarer Mittelpfosten
Platz schaffen durch Verschiebbarkeit
verschiebbarer Mittelpfosten
Durchfahrt XXL

Nachts sind alle LKW nicht grau

Da die Hauptarbeitszeit in der Nacht liegt, sind in Knüllwald leistungsstarke Flutlichter installiert. Eine Photovoltaikanlage übernimmt einen Teil der Stromversorgung – rund 760.000 kWh pro Jahr.

Der Betreiber (Elvis Teilladungssystem GmbH) hat sich mit dem neuen Hub gut im Transportmarkt positioniert: Bislang war der Warentransport vor allem palettenweise organisiert. Mit dem Truckport verfügt der Logisitik-Unternehmer-Verbund jetzt auch über ein Zentrum zum Umschlag kleinerer Mengen. Damit ist der folgende Idealfall häufiger zu erreichen: Die Spedition schickt einen LKW aus der Heimatregion zum zentralen Hub, übergibt Teil-Frachten an Partner aus den Zielregionen und erhält Ladungen für die eigene Region. Die Fahrer kehren nach Hause zurück und liefern die Ware (im Auftrag der Partner) aus – bei optimaler Auslastung des Ladevolumens.

Quelle Text und Bilder: Teckentrup


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